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Wenn man gleichzeitig singt, tanzt und schauspielert - Der Musicalworkshop

Am Wochenende 30.1.-1.02. begaben sich einige Mitglieder des Naturtheaters mal in ganz unbekannte Gewässer. Von Freitagabend bis Sonntagabend wurde ein Musical-Workshop unter der Leitung von Musical-Profi Marco Beck angeboten. Alle Teilnehmer hatten die Möglichkeit, sich auszuprobieren und zu testen welche versteckten Fähigkeiten und Talente in einem stecken. Unter den Teilnehmern waren sowohl erfahrene Spieler als auch Neueinsteiger, Statisten und Techniker.  

 

Langjährige Spielerin Theresa Müller erzählt von diesem vielseitigen Wochenende:  

So wagte auch ich mal einen Schritt in Richtung Gesang und Tanz und musste erst mal herausfinden, in welcher Tonart ich denn eigentlich singe. 

  


Am Freitagabend bekamen wir zunächst einen kurzen historischen Überblick zum Hintergrund und der Entstehungs-Geschichte des Musicals, welche verschiedenen Stilrichtungen es beim Musical gibt und wir sammelten mal gemeinsam welche Musicals wir so kennen. Dann bekamen wir auch schon die ersten Notenblätter (Oh Schreck da fing es bei mir schon mal an. Ich kann nämlich keine Noten lesen) und den ersten Liedtext, machten uns ein wenig warm und begannen auch schon damit ein wenig zu singen. So ging ich schon direkt mit einem Ohrwurm ins Bett. 

  

Am nächsten Morgen starteten wir schon um 10 Uhr mit einem Warm-Up, das es in sich hatte. Ich fühlte mich danach wie nach einem Workout im Fitness-Studio und hätte gerne direkt schon geduscht. Da war schon direkt klar: Musical ist anstrengend. Zu dem am Vorabend ausgeteilten Liedtext wurde dann direkt eine Choreografie einstudiert. Bis zur Mittagspause rauchte mir der Kopf gewaltig: Liedtext merken, Schrittkombinationen merken und zwischendrin atmen nicht vergessen. Aber ich war auch ein wenig stolz. Den Text konnte ich schnell, die Schritte waren auch bald zumindest größtenteils im Kopf. Jetzt muss das nur noch mit dem Atmen funktionieren, dass das mit dem Singen und Tanzen gleichzeitig noch was wird. Bis zum Nachmittag hatten wir die Choreografie und den Text zu diesem Song drauf.



Am Abend gab es dann die sog. „Masterclass“. Jeder, der einen Song vorbereitet hatte, durfte diesen als Solo oder Duett vorstellen und bekam dann ganz konkretes Feedback, was er verbessern konnte. Das war wahnsinnig aufregend aber auch unglaublich schön. Im geschützten Rahmen von Gleichgesinnten hat es einfach Spaß gemacht sich hier mal zu trauen. 

 

Am Sonntag ging es dann an den zweiten Song. Hier wurden wir dann auch schon – je nach Stimmlage – in kleinere Gruppen eingeteilt, bekamen teilweise kleine Solotextzeilen zugewiesen und übten dann gemeinsam den Song. Am Nachmittag hieß es dann auch hier zum Gesang, die Chore dazu einzustudieren. Außerdem wurden dann auch am Ausdruck, der Gestik und Mimik gearbeitet. Hier kam nun das Schauspiel noch ein wenig mehr dazu. Gesang, Tanz und Stage. So jetzt hieß es den Song von gestern und den Song von heute noch mit einer kleinen Schauspielszene zu verbinden. Wahnsinn. Was in so kurzer Zeit möglich war. Das Wochenende lässt sich nur in Superlativen beschreiben: Es war mein anstrengendstes, emotionalstes und gleichzeitig schönstes Wochenende in diesem Jahr und hat richtig Lust gemacht auf noch viel mehr davon. 


Text: Theresa Müller

Bilder: Luise Kaufmann



 
 
 

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